Die Fehmarnsundbrücke ist eine der schönsten Brücken in Deutschland und das Wahrzeichen der Insel Fehmarn. Die meisten Fehmarn-Urlauber fahren einfach nur über drüber, um ihren Urlaubsort irgendwo auf der Insel zu erreichen. Wir haben in einem Hausboot direkt im Hafen an Brücke übernachtet. So haben wir die Stimmung auch beim Sonnenuntergang erlebt – und den Sandstrand in Fehmarnsund geliebt! Zudem ist die Lage ein guter Ausgangspunkt, um von hier die komplette Ostseeinsel mit dem Fahrrad zu erleben. Falls dich das interessiert: Das Hausboot war sehr angenehm, es gibt aber auch Ferienwohnungen:
➔ Das ist die offizielle Webseite für das Hausboot.
Die Zukunft der Fehmarnsundbrücke
Die Fehmarnsundbrücke steht vor einem Wandel. Das markante Bauwerk soll auch in Zukunft erhalten bleiben, wird aber seine bisherige Funktion als zentrale Verkehrsverbindung verändern. Die Brücke soll künftig nicht mehr die gesamte Verkehrsbelastung aufnehmen. Stattdessen entsteht die neue Fehmarnsundquerung. Die unterirdische Verbindung verläuft durch das Wasser im Fehmarnsund und soll künftig den Straßen- und Eisenbahnverkehr aufnehmen.
Warum braucht Fehmarn eine neue Sundquerung?
Der Grund für die neue Querung liegt vor allem in den künftig erwarteten Verkehrsbelastungen. Statische Untersuchungen haben gezeigt, dass die bestehende Fehmarnsundbrücke den zusätzlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der neuen Fehmarnbeltquerung nicht dauerhaft gewachsen wäre.
Mit der neuen festen Verbindung zwischen Fehmarn und Lolland wird mit einem höheren Verkehrsaufkommen gerechnet. Die bestehende Brücke ist jedoch bereits heute ein Bauwerk mit einer besonderen technischen und statischen Geschichte. Eine dauerhafte Übernahme des künftig erwarteten Verkehrs würde deshalb zusätzliche Anforderungen an die Konstruktion stellen. Die neue Sundquerung soll diese Belastungen aufnehmen und eine leistungsfähige Verbindung für Straße und Eisenbahn schaffen.
Der neue Fehmarnsundtunnel
Als neue Verbindung ist ein kombinierter Absenktunnel für Straße und Eisenbahn geplant. Der neue Fehmarnsundtunnel soll den Verkehr künftig unter dem Fehmarnsund hindurchführen und damit eine moderne Alternative zur bestehenden Brücke schaffen. Der Tunnel soll insgesamt haben:
- vier Fahrstreifen für die Straße
- zwei Gleise für die Eisenbahn
Wie lang wird der neue Fehmarnsundtunnel?
Bei der Länge des geplanten Fehmarnsundtunnels lohnt sich ein genauer Blick auf die unterschiedlichen Projektangaben. Je nach Planungsstand und Betrachtungsweise werden unterschiedliche Längen genannt. Die aktuelle DEGES-Projektseite nennt weiterhin eine Länge von 1,7 Kilometern. Im Bundesportal für das laufende Planfeststellungsverfahren wird dagegen ein rund 2,2 Kilometer langer kombinierter Absenktunnel beschrieben. Die Angabe von 2,2 Kilometern bezieht sich dabei auf den im Planfeststellungsverfahren beschriebenen Tunnelabschnitt.
Was passiert mit der alten Fehmarnsundbrücke?
Die historische Fehmarnsundbrücke bleibt erhalten. Sie soll nach Fertigstellung der neuen Fehmarnsundquerung nicht abgerissen werden. Geplant ist, das denkmalgeschützte Bauwerk künftig insbesondere für Radfahrer und Fußgänger zu nutzen. Dadurch kann die Brücke weiterhin überquert werden und bleibt zugleich als bedeutendes Ingenieur- und Kulturdenkmal erhalten.
Für Besucher auf Fehmarn bedeutet das eine Veränderung: Während der neue Tunnel den überregionalen Straßen- und Eisenbahnverkehr übernimmt, bleibt die historische Fehmarnsundbrücke erlebbar – vielleicht sogar mehr als zuvor: Du kannst dann die Fehmarnsundbrücke zu Fuß erkunden, ohne den Autoverkehr. Der Kleiderbügel der Netzwerkbogenbrücke wird damit auch künftig das Landschaftsbild am Fehmarnsund prägen.

