Die Fehmarnsundbrücke ist eine der schönsten Brücken in Deutschland und das Wahrzeichen der Insel Fehmarn. Die meisten Fehmarn-Urlauber fahren einfach nur über drüber, um ihren Urlaubsort irgendwo auf der Insel zu erreichen. Wir haben in einem Hausboot direkt im Hafen an Brücke übernachtet. So haben wir die Stimmung auch beim Sonnenuntergang erlebt – und den Sandstrand in Fehmarnsund geliebt! Zudem ist die Lage ein guter Ausgangspunkt, um von hier die komplette Ostseeinsel mit dem Fahrrad zu erleben. Falls dich das interessiert: Das Hausboot war sehr angenehm, es gibt aber auch Ferienwohnungen:
➔ Das ist die offizielle Webseite für das Hausboot.
Fehmarnsundbrücke und Fehmarnbeltquerung
Die Fehmarnsundbrücke ist nicht nur eine Verbindung zwischen dem deutschen Festland und der Insel Fehmarn. Sie ist Teil einer deutlich größeren europäischen Verkehrsachse zwischen Deutschland und Dänemark – der Vogelfluglinie. Mit dem Bau der festen Fehmarnbeltquerung wird diese Verbindung in den kommenden Jahren grundlegend neu geordnet. Dabei entstehen mehrere wichtige Bauwerke, die gemeinsam eine leistungsstärkere durchgehende Verkehrsverbindung zwischen Norddeutschland und Dänemark bilden.
Drei Bauwerke, eine Verkehrsachse
Die zukünftige Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark lässt sich vereinfacht als Abfolge mehrerer Querungen beschreiben:
Festland → Fehmarnsund → Fehmarn → Fehmarnbelt → Lolland
Auf deutscher Seite führt die Verkehrsachse zunächst über das Festland und anschließend über den Fehmarnsund auf die Insel Fehmarn. Die bestehende Fehmarnsundbrücke übernimmt dabei bis zum Bau des neuen Fehmarnsundtunnels die Querung des Sundes. Von Fehmarn aus führt die Route anschließend über den Fehmarnbelt in Richtung Dänemark. Dort wird mit dem neuen Fehmarnbelttunnel eine feste Verbindung zur dänischen Insel Lolland geschaffen.
Damit entsteht eine durchgehende Straßen- und Eisenbahnverbindung zwischen Deutschland und Dänemark, die nicht mehr auf eine Fährverbindung über den Fehmarnbelt angewiesen ist.
Der Fehmarnbelttunnel
Das zentrale Bauwerk der neuen Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark ist der Fehmarnbelttunnel. Der kombinierte Straßen- und Eisenbahntunnel soll rund 18 Kilometer lang werden und damit zu den längsten Absenktunneln der Welt gehören. Der Tunnel wird eine vierspurige Straßenverbindung sowie eine zweigleisige elektrifizierte Bahnstrecke aufnehmen. Damit können sowohl der Straßenverkehr als auch der internationale Schienenverkehr die feste Verbindung zwischen Fehmarn und Lolland nutzen.
Warum ist der Fehmarnsundtunnel notwendig?
Mit der neuen festen Fehmarnbeltquerung gewinnt auch die deutsche Hinterlandanbindung deutlich an Bedeutung. Eine leistungsfähige Verbindung über den Fehmarnbelt funktioniert nur dann optimal, wenn auch die anschließenden Straßen- und Eisenbahnstrecken entsprechend ausgebaut und leistungsfähig sind. Dazu gehört auch die Fehmarnsundquerung. Der bestehende Verkehrsknoten am Fehmarnsund muss den zukünftigen Anforderungen des Straßen- und Schienenverkehrs gerecht werden.
Deshalb ist neben dem Fehmarnbelttunnel auch eine neue Querung des Fehmarnsunds mit einem Tunnel vorgesehen. Der geplante Fehmarnsundtunnel soll künftig die Verbindung für den überregionalen Straßen- und Eisenbahnverkehr übernehmen und damit die bestehende Fehmarnsundbrücke entlasten.
Die Fehmarnsundbrücke bleibt trotzdem
Trotz des neuen Fehmarnsundtunnels wird die historische Fehmarnsundbrücke nicht verschwinden. Nach dem derzeitigen Konzept soll das denkmalgeschützte Bauwerk erhalten bleiben. Der überregional Straßen- und Eisenbahnverkehr wird künftig über die neue Fehmarnsundquerung geführt. Die bestehende Brücke kann von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden.
Damit verändert sich die Rolle des bekannten Netzwerkbogens grundlegend: Aus einem zentralen Fernverkehrsbauwerk soll ein denkmalgeschütztes Bauwerk mit neuer Verkehrs- und Erlebnisfunktion werden. Autos werden dann nicht mehr über die Brücke fahren.
